MINIS — Miniaturisierte Produktions- und Logistiksysteme

Das Projekt „MINIS“ hat das Ziel ein miniaturisiertes Produktions- und Logistiksystem zu erschaffen, an dem reale Problemstellungen anfassbar gezeigt werden können. Das Kooperationsprojekt aller fünf Logistik-Lehrstühle der Technischen Universität Dortmund wird über Qualitätsverbesserungsmittel der Fakultät Maschinenbau finanziert.

Beschreibung

Die immer komplexeren Aufgabenstellungen der Logistik sind meist abstrakt und reale Problemstellungen können in der Lehre nur durch Fallstudien und multimediale Präsentationen gezeigt werden. Der Ansatz ein vollständig funktionsfähiges Produktions- und Logistiksystem miniaturisiert zu erstellen, bietet das Potential die komplexen Zusammenhänge greifbar und haptisch abzubilden. Die Technologie des 3D-Drucks (Additive bzw. Generative Fertigung) macht es möglich, dass die Studierenden selbst die Elemente des miniaturisierten Systems konzipieren, konstruieren und tatsächlich erstellen. In studentischen Arbeiten (Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten) werden die einzelnen Bausteine des Gesamtsystems erarbeitet und stehen damit für den Einsatz und die Demonstration von konkreten theoretischen Zusammenhängen am realen System in anderen Lehrveranstaltungen zur Verfügung

Der Lehrstuhl für Unternehmenslogistik (LFO) steht für grundlagenorientierte und angewandte Forschung sowie Lehre in Unternehmenslogistik und Supply Chain Management. Diese umfassende Sichtweise ist notwendig für die vollständige Durchdringung der logistischen Aktivitäten eines Unternehmens und seiner Wertschöpfungsnetzwerke im Sinne eines durchgängigen Managementansatzes der Unternehmensführung. Aus diesem Anspruch ergeben sich auch die Schwerpunkte für das MINIS-Projekt. Der LFO möchte in Wertschöpfungsnetzen verknüpfte Produktionssysteme anhand von miniaturisierten Komponenten abbilden und dabei die Material-, Informations- und Finanzflüsse betrachten. Die Gestaltung von Produktionssystemen (Fabrikplanung), die Steuerung von Produktionsabläufen (Produktionsmanagement), die Koordination der Wertschöpfung zwischen mehreren Standorten (Supply Chain Management und Einkauf) und die Smart Maintenance (Instandhaltungs- und Produktivitätsmanagement) stellen daher die Kernaspekte dar. So konnte bereits während eines Industrieprojektes eine neu geplante Fertigungslinie konstruiert und in einem miniaturisierten Format mittels additiver Fertigung generiert werden. Der Einbezug von Cyber-Physischen-Systemen (CPS) und der Industrie 4.0 im Ganzen, auch in miniaturisierter Form, wird dazu genutzt neue Gestaltungs-, Planungs-, Steuerungsmethoden und -verfahren zu demonstrieren und zu erforschen.

Ansprechpartner

Christoph Besenfelder

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Laufzeit

seit 2016